| Diese Definition beschreibt in trockener Form die Herstellung
eines unserer ältesten Volksgetränke. Am Prinzip
der Bierbereitung hat sich seit alters her kaum etwas geändert.
Die Gerste ist nebem dem Wasser der wichtigste Grundstoff
beim Bierbrauen.
Aus ihr wird das Braumalz gewonnen. Hierbei handelt es sich
um vorgekeimte und anschließend gedörrte Gerstenkörner.
Das Malz wird geschrotet, mit Wasser vermengt und in einem
mehrstufigen Vorgang erwärmt. Die auf diese Weise hergestellte
Maische wird gefiltert – der Fachmann nennt diesen Vorgang
abläutern – um anschließend unter Zugabe
von Hopfen gekocht zu werden. Und nach einer weiteren Klärung
wird der Sud gekühlt und mit Hefe versetzt. Die Hefe
bewirkt eine Gärung und damit die Umwandlung eines Großteils
des Malzextraktes in Alkohol und Kohlensäure.
Selbstgebrautes Bier ist gesund und die Gründe liegen
auf der Hand: Bier enthält in löslicher Form alle
Nähr- und Wirkstoffe des Getreides, so dass sie besonders
leicht vom menschlichen Organismus aufgenommen werden und
zu den Körperzellen gelangen, wo sie gebraucht werden.
Schon sehr früh in der Kulturgeschichte wurde Bier als
Kräftigungs- und Heilmittel empfohlen, z.B. von sumerischen
und altägyptischen Heilkundigen. Auch Hildegard von Bingen,
unsere erste Naturforscherin und Ärztin, wies auf die
Gesunderhaltung des Körpers durch den regelmäßigen
Genuss von Bier hin.
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Braukessel im Gastraum des STEFANUS |
Abgesehen davon, dass die Inhaltsstoffe des Bieres ausgezeichnet
vom menschlichen Organismus verwertet werden, stellen besonders
die Vitamine der B-Gruppe einen sehr hohen ernährungsphysiologischen
Wert dar. Im industriell hergestellten Bier, das meist aus
Gründen der Haltbarkeit glasklar ausgefiltert wird, sind
dieses Vitamine jedoch kaum noch vorhanden.
In selbstgebrautem Bier hingegen sind diese wert vollen
B-Vitamine immer in großen Mengen enthalten. In diesem
Sinne – auf die Gesundheit.
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